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Wahner Heide

2008.06.07
Zuerst das wichtigste: I've got him!!
Sorry für die schlechte Qualität, aber als der kam bin ich sofort in die Eisen von meinem Drathesel und hab nur draufgehalten ohne Zoom und Einstellungen zu verändern. Jetzt fehlen mir nur noch zwei Germanwingsmaschinen.
Hier der Hamburg Shopper, die D-AKNI!

Nach einmal halb um CGN herum und über die Agger rüber war es Zeit für die erste Ruine. Das sind die Überreste des ehemaligen "Waldlagers" bei Lohmar. Hinter den dünnen Stämmen kann man eine moosbewachsene Treppe erkennen.

Das Waldlager wurde nach dem ersten Weltkrieg an dieser Stelle im Jahr 1919 von den britischen Truppen errichtet. Ein Jahr später wurde der Platz von französischen Truppen übernommen, er bot bis zu 1000 Soldaten Platz.

Ein alter Abwasserschacht, noch gut zu erkennen das verrostete Eisenrohr, das unten aus dem Beton ragt.
Nach dem Abzuge der Besatzer 1926 wurde das Lager nach und nach abgetragen oder musste der Autobahn weichen. 90 Jahre später sind nur noch einige wenige Fundamente erhalten.

Weiter geht es mit dem Rad bis zu einem alten Bahnübergang. Blickt man nach links und nach rechts sieht man noch die Schienen in langsam unter dem Dickicht verschwinden.
Bei dieser Bahnstrecke handelt es sich um das "Luhmer Grietche" von 1884-1988 eine Bahnverbindung zwischen Siegburg und Overath, auch Aggertalbahn genannt. Der letzte Zug soll hier 1996 entlanggerollt sein.

So dicht wie hier der Pflanzenwuchs bereits wieder ist, wird wohl auch nie mehr ein Zug hierüberfahren.
Zahlen an den verrosteten Gleisen dürften auf das Alter schließen lassen, dieser Abschnitt der Gleise ist also knappe 80 Jahre alt.

Gut, dass ich kein Franzose bin ;)

Immer mal wieder konnte man auf der gesammten Radtour dank 32R-Betrieb die Flugzeuge im Final verfolgen. Aber wie man sieht war das Wetter phototechnisch unter aller Sau.
OLT mit der D-AOLB.

Wieder einmal der Beweis der immensen Bandbreite an Biotopen in der Wahner Heide. Mittelgroßer Sumpf im Wald.

Eine baumfreie Fläche ohne erkennbaren Grund ebenfalls mitten im Wald. Diese Fläche gehörte einmal zu dem Waldlager von weiter oben und diente als Sportplatz für die britischen Besatzer.

Ein weiterer historischer Ort, direkt neben der A3, ist diese Ruine des Ulrather Hofes, durch die vielen Aggerhochwässer der letzte verbliebene Rest.
Eine Gedenktafel erinnert an das Schicksal dreier Luxemburger Geiseln, die hier im 2. Weltkrieg 1944 an einem Schießstand von deutschen Truppen hingerichtet wurden.

Ein nicht unbedingt neuer Ort für mich, der Leyenweiher aber dafür dieses mal mit völlig veränderter Vogelwelt seit dem letzten Besuch.

Am Samstag waren sehr viele Enten am See, besonders die Stockenten gaben sich ein stelldichein.

War hier vor ein paar Wochen noch heftiges Flirten angesagt ging es heute auf Entdeckungsreise. Blässhuhnpäärchen mit ihren beiden Kleinen, auf die die Bezeichnung "hässliges Entlein" aber sehr gut passen würde.

Und noch so ein stolzes Elternglück. Mama und Papa Kanadagans mit ihren gleich fünf Jungen im "Formationsschwimm".

Im Frühjahr, noch ohne das ganze Grünzeug, war ich bereits einmal hier, aber mit dem nun dichteren Eichenwaldbewuchs hat dieser Ort noch etwas mystischeres. Von 1670 bis 1833 stand hier eine Eremitage einiger Bettelmönche mit Wohnhaus und kleiner Kapelle. Heute ist nur noch der "Ringelstein" zu sehen, der Teilweise den Bauten als Fundament diente. Nachweislich lebten in räumlicher Nähe bereits in der Altsteinzeit vor knappen 200.000 Jahren hier Menschen. Entsprechend der Funde war hier wohl ein Werkstattplatz und der flache Stein diente möglicherweise damals bereits als religiöse Kultstätte.

Und einmal hoch auf den Telegraphenberg, von dem aus man eine wunderschöne Aussicht hat auf Teile der Wahner Heide und der großen Landebahn von CGN. Hier schwebt EasyJet gerade über den Wald in Richtung Landebahnschwelle.

Der Schäfer war mit seiner Herde auch unterwegs. Die Tiere sollen die Verbuschung der ehemaligen Panzerübungsgebiete verhindern und die einzigartige Heide- und Dühnenlandschaft an dieser Stelle bei zu behalten.

Nachdem sämtlicher Ginster verblüht ist, dominiert diese Farbe nun die Landschaft. An allen Ecken und Enden sieht man den Fingerhut. Der "Genuß" von zwei bis drei Fingerhutblätter reicht aus um einen Menschen unter die Grasnarbe zu befördern!

Typische Heidelandschaft. Heidekraut und niedrige Büsche soweit das Auge reicht.

In jeder größeren Pfütze tummeln sich die Kaulquappen. Ich frage mich was passiert wäre, wenn es die letzten Tage nicht so geschüttet hätte?

(F/A-18) Superhornet
Das scheint nicht nur den Ameisen zu schmecken, leckerer Pflanzensaft. Schon furchteinflösend dies Hornissen, besonders wenn sie einem unvorbereitet wenige Zentimeter am Kopf vorbeifliegen. (Als Größernvergleich die Ameisen und das Birkenblatt links).

Diesesmal noch näher an der Einflugschneise und Lufthansa im seltenen Sonnenlicht mit ihrer D-AIQP.

Spinne in ihrem Trichternetz lauert auf Beute. Irgendwie schon ziemlich ekelhaft, aber es würde mich mal interessieren was das hier überhaupt für eine Art ist.

Wieder etwas geschichtliches. Das ehemalige Belgische Munitionsdepot steht heute komplett leer.

Von einem Shelter aus Blick in Richtung Westen mit vielen kleinen Baracken. Aus der Luft dürften die Gebäude auch heute noch dank dichter Begrünung nur schwer zu erkennen sein.

Irgendwie sind meine Rehbilder in freier Natur immer verwackelt egal was ich auch versuche.

Aber ein Tag so ganz ohne Besuch am Flughafen geht auch nicht. Auf der kleineren Ramp war full house auch dank Farnair und den zwei Neusichtungen für mich im Vordergrund vom Typ Dornier 328.

Und seit ich die Geschichte mit dem einstiegen Fluch geschrieben habe werde ich gerade zu verfolgt von den Dingern! Transall beim Takeoff diesesmal. Auch ein Novum ich habe endlich mal diese Kreise von den Propellern in der Luft gesehen. Wenigstens ein positiver Effekt des feuchten Wetters!

Glotz nicht maaan!
Dieser nette Geselle saß noch auf dem Rückweg nach Porz auf dem Wanderweg. Einsame Erdkröte sucht Partner für glückliche Stunden und ein gemeinsames langes und erfülltes Leben.

Trotz mehr oder weniger bescheidenem Wetter war ich mal wieder etwas draußen unterwegs. Diesesmal in Begleitung von zwei guten Freunden, viele Grüße an dieser Stelle ;)
Die Route führte einmal Rund um den Flughafen Köln/Bonn bis zu den äußersten Grenzen der Wahner Heide auch mit einigen neuen Orten für mich dabei.

Ganz und gar nicht erfreulich waren die drei Zecken die ich mir hinterher aus der Haut puhlen durfte! Wenn keine Einträge in diesen Blog mehr folgen sollten, dann dürfte der Grund wenigstens klar sein.
Insgesammt aber war es eine spannende und natürlich auch wie immer lustige und unterhaltsame Tour. Ich freue mich schon auf die nächste =)

mfg Peter
1 Comment
Lisa naa...das war doch mal eine geile tour ^^
auch wenn sie teilweise zickig, psycho, anstrengend, zeckig, sandig,gefährlich und schwül war. XD aber so sind wir halt..
ich hoffe die kröte hat ihre tour auch noch beenden können ;)
Lisa · 2008-06-11: 07:11
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