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Lange Reise 1/3

2007.03.05



Lost In Translation

Skyline von Tokyo

Tokyo Tower


Fuji-san

Ee ja nai ka?

Lastesel


Teil - 1

Auf diesen Monat habe ich mich schon lange gefreut, Valerie und Ariana waren hier! Wir haben wirklich extrem viel erlebt. Aber alles schön der Reihe nach.
Am 23. Februar habe ich mich aufgemacht, um mit dem Nachtbus von Osaka nach Tokyo zu fahren. Ziel: Valerie wohlbehütet vom Tokyo Flughafen abholen – das als kleiner Verständniseinschub.
Beinahe hätte ich den Zug verpasst, der mich von hier nach Osaka Hauptbahnhof gebracht hatte, wo der Bus abfuhr. Dabei war ich soooo im Stress das ich Idiot meine Jacke zuhause vergessen habe! Naja, zu spät gemerkt. Ich sass im Nachtbus Richtung Tokyo. Eigentlich noch eine angenehme Reisemethode muss ich sagen und preislich auch ganz akzeptabel, aber richtig schlafen konnte ich nur zwei drei Stunden.
Wie auch immer. Am anderen Morgen sind wir früher als erwartet in Tokyo angekommen und weil der Wind extrem kalt blies und ich ja keine Jacke dabeihatte, entschied ich mich mal in die Ringbahn zu steigen und einbisschen Zug zu fahren. Wenigstens da war es schön warm. Ich habe extra einen längeren Weg zum Flughafen gewählt, damit ich nicht sinnlos in der Kälte sitzen musste.
Am Flughafen angekommen erlebte ich eine angenehme Überraschung. Ich hatte doch schon mal was von seltsamen Begegnungen geschrieben. Well, ich habe wieder jemanden getroffen, den ich nicht erwartet hätte. Mika eine Japanologiestudentin aus Zürich, die auch gerade in Japan ihr Austausch macht, ist auch zum Flughafen gepilgert, um ihre Schwester abzuholen. Die ganze Geschichte wird aber noch lustiger. Mika stellete mir einen Studienkollegen vor, der mit ihr am Flughafen war und er sagte, dass auch er jemanden abholen würde – seinen Bruder. Das Skurile an der Geschichte aber ist, dass alle drei Ankömmlinge mit einer anderen Airline ankamen. Val mit Swiss, Mikas Schwester mir Austrian Airlines und der Bruder von Mikas Studienkollege mit Lufthansa. Alle sind innerhalb von zwanzig Minuten angekommen, am selben Tag, aber ohne, dass es einer von uns gewusst hätte. Zufall?!? (Foto 1: v.r.n.l. Ich, Val, Mika, Mikas Schwester, Mikas Studienkollege und links dessen Bruder)

Darauf sind Val und ich in unsere billige, bisschen schäbige, aber durchaus akzeptable Unterkunft gefahren. Ein superbilliges Hosten in Tokyo-Asakusa. Und so hat unsere Reise begonnen. Durch die Strassen und Häuserschluchten pilgern, die Stadt auf uns wirken lassen und einfach das Leben geniesse. Shibuya und Shinjuku, zwei ganz lebendige und ausserordentlich spannende Quartiere in Tokyo haben es uns besonders angetan.
Unsere Lieblingsbeschäftigung, in Bars und Restaurants stundenlang sitzen, plaudern und essen. Ja, gegessen haben wir viel, eigentlich fast immer, wenn Gelegenheit dazu war *lach*

Am Dienstag (27. Feb) sind wir ziemlich spät aufgestanden, wie so häufig, aber wir wollten uns halt keinen Stress machen in den Ferien. Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang haben wirs dann auf den Tokyo Tower geschaft und etliche Fotos vom Sonnenuntergang und der absolut bezaubernden Skyline gemacht! Eigentlich wollten wir dann nur noch kurz was trinken, haben aber dann den ganzen Abend verplaudert mit Aussicht über das funkelnde Lichtermeer. Einfach traumhaft. (Foto 05 und 06).

Am Donnerstag war so herrliches Wetter, dass es sich nur gerade zu angeboten hat den Mt. Fuji, oder wie man ja richtig sagen würde Fuji-san (nicht Fuji-yama) zu bestaunen. Von Shinjuku aus in etwas mehr wie anderthalb Stunden zu erreichen. Schon vom Bus aus sahen wir dann noch einen absolut genialen Vergnügungspark, wo wir unbedingt hin wollten. Dazu bisschen später mehr.
Von der Bushaltestelle sind wir dann durchs Dörfchen gelaufen um zur Seilbahn zu kommen, die uns auf die Aussichtsplattform brachte. Von hier ist der Herr Fuji noch viel besser zu sehen. Einzigartig steht er fast alleine da, mächtig und imposant und doch so fein und zart wie eine Praline mit einem Sahnehäubchen *zwinker*. Wir genossen das traumhafte Wetter, die T-Shirt-Temperaturen und die göttliche Stille. Ausbrechen aus dem Grossstadtrummel! (Foto 08)
Aber uns reizte dann dieser Vergnügungspark schon extrem, so dass wir die Strecke zu Fuss im Eilschritttempo zurücklegten.
Angekommen, Eintritt bezahlen und dann warten. Leider mussten wir ziemlich lange anstehen, so dass es nur für eine Fahrt mir der geilsten Achterbahn der Welt gereicht hat – Eejanaika! (ee ja nai ka = jap. isn’t it fabulous, um meinen australischen Kollegen Matt zu zitieren) (Foto 09)

http://www.eejanaika.jp/special2/sy320.html

Durchgeshüttelt, wie ein MacDonald’s Shake-salade, aber mit einer Überdosis Endorphinen versetzt, zottelten wir dann zur Bushaltestelle und fuhren zurück nach Tokyo!

Also partymässig hat Tokyo bekanntlich einiges zu bieten. Ich musste mich bei einigen Freunden, die in Tokyo gelebt haben erkundigen, welche Clubs im Moment so richtig trendy sind. Ageha heisst das schicke Teil, wo wir dann kurz nach Mitternacht Fr/Sa unser Tanzbein zu schwingen begonnen haben. Wow, das war eine der geilsten Partys, an denen ich war! Einen riesengrossen Mainfloor, eine atemberaubende Sound- und Lichtanlage und eine ausgeklügelte Air Condition. Echt hammer. Das geilste war aber, dass wir am 3. März mitten in der Nacht draussen im Hafen von Tokyo unter freiem Himmel tanzen konnten – Water bar mit Pool! Woah! (leider durften wir keine Fotokamera in den Club nehmen, deshalb auch keine Partybilder)

http://www.ageha.com/

Am Sonntag (4. März) sind wir dann zu mir nach Hause gefahren. Ja, ich bezeichne Osaka inzwischen doch als mein Zuhause. Natürlich mit dem Shinkansen Superexpress! Geil, dieser Zug! Lässt natürlich das Herz eines Zugfans wie ich einer bin höher schlagen. Es war für mich wieder mal ganz lustig in die bekannten Strassen und die vertraute Umgebung zu kommen.
Mit wenig Schlaf und ziemlich müde bin ich dann am Montag morgen zum Kansai Internation Airport (einer der zwei Flughäfen von Osaka) gefahren und Ariana abzuholen. Zu dritt haben wir dann die folgenden 10 Tage verbracht. Und was wir gemacht haben war genau so schön und interessant wie die erste Woche in Tokyo.
2 Comments
Tachikama dude great set. I set to depart for tokyo in july.!
Tachikama · 2007-03-27: 11:38
jetfuel tokyo tower...wer ist jetzt der tower? du oder ER? grins. nice pic!
jetfuel · 2007-06-26: 05:13
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