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dem Kaiser...

2009.02.05
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Zur Enthüllung des Kaiser-Denkmals auf dem Kyffhäuser

Auf allen Straßen jauchzendes Frohlocken,
Zum Himmel lodernd der Begeistrung Gluth,
Laut mischt dem Klang, dem jubelndem, der Glocken
Sich der Geschütze donnernder Salut! -
Zu Rothbarts Schloß lockt der Trompeten Ruf,
Empor zu ihm ist jeder Blick gewendet,
Was Meisterhand dort herrliches erschuf –
Heut steht es da, gefestet und vollendet,
Aus Wolkenhöh`n hier, schier das Auge blendend,
Ins deutsche Land weit seine Grüße sendend!

Und Euer Werk ist`s, liebe Kameraden,
Ihr habt`s geplant mit Liebe und mit Lust,
Des Kriegers Dank, der Dank ist`s des Soldaten,
Ein Dank aus treuer, übervoller Brust!
Und wem er gilt? – Stolz sei`s der Welt gesagt:
Wem sonst als Ihm, der uns das Reich gegründet,
Der strahlend sein Jahrhundert überragt,
Und dessen Ruhm die Nachwelt noch verkündet,
Wem sonst als Ihm, im Schmuck der Lobeerreiser,
Dem sieggekrönten, großen Heldenkaiser?!

Was Ihr Ihm weiht, darf Euch mit Stolz erfüllen,
Es ist der Liebe köstlichster Tribut,
Das Werk – sein Bild – heut wollt Ihr es enthüllen,
Dem Vaterland vertraun zu treuer Hut;
Wo Barbarossa schlief in Bergesnacht,
Der deutschen Sage gold`ne Fäden weben,
Hier soll es stehn in heller Sonnenpracht
Und, von der Eichen frischem Kranz umgeben,
Wie des Kyffhäusers feste Felsenmauern
Jahrhundert um Jahrhundert überdauern! –

Doch horch! – Es braust und rauscht wie Meeres Wogen,
Und wie die Gluth, so wälzt es sich heran,
Empor zur Höhe kommen sie gezogen,
In dichten Reih`n geschlossen – Mann an Mann!
Die Fahnen weh`n, Kommandoruf erschallt,
Zu mächt`gen Fronten schließen sich die Glieder,
Und plötzlich – wie die Woge donnernd prallt –
Vom Hurrah tönt der deutsche Eichwald wieder:
Der Kaiser naht – es senken sich die Fahnen
Dem Enkelsohne des erlauchten Ahnen!

Heut` darf fürwahr das Herz Euch höher schlagen,
Das ist ein Tag, den nimmer Ihr vergeßt, -
Der Kaiser naht, Euch Gruß und Dank zu sagen,
Der Kriegsherr selbst nimmt Teil an Eurem Fest!
Stolz seid Ihr Euch des Augenblicks bewußt,
Und wie ein Schwur, so fliegt`s durch Eure Reihen,
Ein heilig Feuer glüht in Eurer Brust
Und Ihr gelobt, das höchste Ihm zu weihen,
Das was uns bleibt, wenn sonst auch nichts uns bliebe:
Treu` gegen Treu` und Liebe gegen Liebe!

Parole,
Berlin, den 19. Juni 1896
2 Comments
onlymehdi great wall
onlymehdi · 2009-02-11: 12:46
Unchained Spuren von alten Zeiten.... immer noch beeindruckend. Ein schönes Bild.
Unchained · 2009-02-14: 19:05
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Tagged: heimat
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