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Am Morgen

2006.10.07
Morgens wacht man auf und hoert das ferne Rauschen von Autos und das Echo der Hupen. Noch ist alles etwas unreal, die Vorstellung hier mindestens 2 Jahre zu bleiben, will noch nicht so ganz in den Kopf. So "kurz" der Flug auch war, der Koerper und der Geist braucht noch eine Weile, um "mitzukommen". Es scheint eher wie ein laengerer Urlaub in einer Ferienwohnung, die da sie voll eingerichtet war, diesen Eindruck noch verstaerkt. Wann wohl das "Wir-sind-zu-Hause"-Gefuehl einsetzt? Aber auch dieses "Urlaubs"-Gefuehl ist schoen: Jeden Tag koennen wir immer wieder ueber den Friseur auf der Strasse staunen, der gelassen seine Utensilien auf einen Tisch vor der Telefonzelle ausbreitet und auf Kunden wartet. Oder ueber die Naeherin, die ihren Naehtisch auf die Strasse hinstellt und ihrer Taetigkeit nachgeht oder ueber die Naehmaschine gebeugt ein Nickerchen macht. Jeder Tag bringt etwas Neues.
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