pixel

Hangzhou

2006.10.15














Dieses Wochenende haben wir zum 1. Mal einen kleinen Ausflug gemacht nach Hangzhou, das ungefaehr 2 Stunden von hier entfernt ist. Das Interessante an Hangzhou ist eigentlich der See, an dem es gelegen ist und einige Tempel. Es war ganz erholsam fuer uns, mal nicht den Blick ueber ein Haeusermeer schweifen zu lassen, sondern ueber einen grossen See und gruene Huegel dahinter. Auch der Laermpegel war trotz der Scharen an chinesischen Touristen, die wahrscheinlich wie wir, der Stadt zu entfliehen suchten, relativ niedrig. Nicht das Hangzhou ein kleines Dorf waere, eher nach chinesischen Massstaeben eine "Kleinstadt" (so wie ich mich erinnere, hat Hangzhou "nur" 1 Million Einwohner). Aber kaum ist man im Park am See hat man das Gefuehl die Stadt hinter sich gelassen zu haben. Auf dem Weg zum Tempel kommt man an eine Art Hoehlengeflecht vorbei, in denen ca. 400 Steinreliefs und Skulpturen in den Fels gehauen worden sind und die ueber 800 Jahre alt sind. Das war wirklich beeindruckend. (Das sieht man auch an der Serie Fotos, die Thomas und ich gemacht haben, von denen ich nur einige ins Netz stelle).

Ansonsten haben wir wie immer neue Erfahrungen gemacht. Das Zugfahren gehoerte dazu. Am Schalter wollten wir eigentlich einen 1. Klasse Platz haben, der auf Chinesisch "Weichsitz" (oder so) heisst, konnten aber leider nur einen "Hartsitz" ergattern. Dann gingen wir in den Bahnhof hinein Nur der mit einer Fahrkarte darf hinein, strengste Kontrolle am Eingang. Dann wurde unser Gepaeck durchleuchtet. Schliesslich standen wir vor einer Tafelanzeige und suchten unseren Zug darauf (gluecklicherweise sind wenigstens die Nummern nicht chinesisch). Dann ging es in einen Wartesaal, den man erst kurz vor Ankunft des Zuges verlassen durfte und dessen Ausgang auf den Bahnsteig fuehrte (nach nochmaliger Kontrolle der Fahrkarten). Ein bisschen wie am Flughafen! Auf der Rueckfahrt hatten wir leider keine Sitzplatzkarte, also verdrueckten wir uns in den Speisewagen. Erstaunt mussten wir feststellen, dass wir den Platz im Speisewagen zahlen mussten. "30 Dollars", sagte uns unser Nachbar auf Englisch. Auf unsere erschrockenen Gesichter hin korrigierte er sich gleich "30 Yuan". Wir zahlten etwas muerrisch (3 Euro klingen wenig, aber 30 viel ) und fragten uns, ob wir den Tee noch extra bezahlen muessten. Nach einiger Zeit kam die Bedienung und stellte eine Flasche "Cola-Kaffee" hin. ("Eiskalten Cola-Kaffee im eiskalten Speisewagen. Ob der Tee wohl noch kommt?") Unsere Laune besserte sich erheblich als dann noch ein Obstteller kam. Wie im Flugzeug, dachten wir. Und schliesslich kam auch der ersehnte Beutel Tee und wieder eine Weile spaeter auch das dazugehoerige heisse Wasser. Perfekt. Dann hatten wir auch noch einen Ansatz von Erfolgserlebnis, als die Nachbarin mit uns kommunizierte und uns auch verstand (2 ganze Saetze), es ihr aber zu anstrengend wurde, als sie sah, dass wir auf ihr darauffolgenden Redeschwall nur mit einem Nicken antworteten.
You must be logged in to comment!
Views: 874
 
pixel
« 2006.10.07
 
pixel
2006.12.16 »
pixel