pixel

Rueckblick: Christmas

2007.03.04





neue Frisur gefällig

Weihnachtsfeier der Studierenden

Gestern fand die Weihnachtsfeier der Studenten am Joint College statt. Sie entsprach zwar nicht dem, was man unter einer Weihnachtsfeier im deutschen Sinne versteht, war aber trotzdem oder vielleicht deshalb umso amüsanter. Die Bilder werden für sich sprechen, aber eines kurzen Kommentars kann ich mich doch nicht enthalten. Assoziationen wie „besinnlich“ gingen mir durch den Kopf, gerade weil sie konträr zu dem standen, was wir sahen: Ein volles Programm, das manchmal an eine Silvesterparty denken ließ, manchmal an eine TV-Show und manchmal sogar, wenn wir unsere Weihnachtslieder sangen an Weihnachten. Unter den Vorführungspunkten gehörten neben Hardrockgitarren, klassischen chinesischen Instrumenten auch sogenannte „Chakos“, Metallstäbe, die mit einer Kette verbunden sind und herumgeschleudert werden zum Kämpfen. „Aha, sehr interessant!“
Da konnten wir Deutschen uns ja nicht lumpen lassen und warteten mit einem chinesischen Popsong auf: „Ich lieb dich so wie die Maus den Reis“ und ernteten stürmischen Beifall.

Die Studenten des ersten Jahrgangs waren schon vor der Feier ganz aufgeregt und fieberten der Feier entgegen. Wochen vorher hatten sie angefangen zu proben und vorzubereiten. Und es war wirklich eine gelungene Feier. Mit einer halben stündigen Verspätung (die „deutsche Pünktlichkeit“ hat wohl auch in Deutschland nachgelassen und als nicht alle pünktlich um 18.30 „auf der Matte standen“, war die Aufregung groß) fing die Feier mit einer kurzen Rede der Dekanin an und ging mit „O Tannenbaum“ weiter. Zwischen den Beiträgen wurden immer wieder Spiele eingestreut: Ballontreten, Töpfeschlagen (sorry, nicht ganz, aber so etwas in der Art jedenfalls) ….. und wie stolze Mütter auf ihre Kinder so schauten wir Deutschlehrerinnen stolz auf unsere spielenden und mit großem Enthusiasmus und Begeisterung vortragenden (es gab sogar einen Sketch auf Deutsch) Studenten. Soviel Mühe und Arbeit stand dahinter.
Die Studenten hier sind jünger als in Deutschland, 18 oder 19 wenn sie anfangen. Aber manchmal habe ich auch das Gefühl, ich hätte es mit Jugendlichen zu tun. Vielleicht haben Jugendlichen hier in ihrer Jugend wenig Zeit ihre eigene Identität zu entdecken oder auszuprobieren, was ihnen liegt und sich mehr auf das Lernen konzentrieren. Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass sie jetzt erst „aufwachen“, noch relativ unbedarft und das eigene Leben entdecken. Das eigene und die Welt außerhalb Chinas….


You must be logged in to comment!
Views: 519
 
pixel
« 2007.03.03
 
pixel
2007.03.31 »
pixel