Falls unterwegs deine Brille schmutzig wird. Hier kannst du sie sauber machen.
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Die berühmte Kreuzung aus "Lost in Translation". Shibuya.
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Die berühmte Kreuzung aus "Lost in Translation". Shibuya.
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Takao san - Erholung für die Tokioter....
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... und ein zweistöckiger Biergarten.
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Eigentlich wollten wir ja eine Kurzreise durch China machen… Aber da einiges in China passierte, entschlossen wir uns kurzerhand nach Japan zu fliegen. Für mich war es das 4. Mal, für Thomas das 1. Mal. Komischerweise komme ich immer aus näheren asiatischen Umgebung nach Japan, nie von Deutschland aus. Das prägt natürlich auch die Eindrücke, die man bekommt: Damals von Thailand aus kommend kam es mir so vor, als ob ich in eine High Tech World kommen würde. Von Korea aus erschien es mir als ob ich dem Westen ein Stück näher gekommen wäre. Und jetzt von China aus kommend wirkte es für uns relativ europäisch. Wir nahmen den Narita Express vom Flughafen aus und waren erstaunt, wie grün die Landschaft war. Klar, in China gibt es auch wunderschöne Landschaften, auch sehr grün, aber bis man dahin gelangt, muss man schon ein Stück fahren. Dann als wir in Tokio ankamen und zu meiner Freundin fuhren, die in einem Wohngebiet wohnten, waren wir erstaunt über die Ruhe und die „frische“ Luft in Tokio. Als wir das unseren japanischen Freunden erzählten, guckten sie uns etwas ungläubig an… Wahrscheinlich war das selten, dass sie so etwas zu hören bekamen. Aber für uns, obwohl wir uns in Shanghai gut eingelebt haben und uns die schlechte Luft und der permanente Lärm nichts mehr ausmacht, war es doch plötzlich wie eine Erholung…. wie eine Erinnerung „Ach, so einen Zustand gibt es ja auch.“
Sobald man eigentlich aus dem Einkaufszentrum `raus ist, wirken die Straßen fast kleinstädtisch: Kleine, ruhige Straßen, Gassen, auf denen es abends eher geruhsam zugeht, niedrige Häuser und viele Radfahrer. Thomas meinte, er käme sich vor wie in einem Spielzeugland: Alles eine Nummer kleiner als in Deutschland: Kleine Häuser, kleine Autos, „kurze“ Japaner… klein, aber fein.
Und dann diese Ordnungsfreudigkeit: Jeder stellt sich auf dem Bahnsteig akkurat hintereinander in die Schlange (trotz der Menge an Leute wenig Körperkontakt) auf dem dafür gekennzeichneten Markierungen. Dann lässt man erst die Leute aus der Bahn und steigt dann ein. Oft überlässt man älteren Leuten oder Kindern seinen Platz – mit einem verbeugenden „sumimasen“ („Entschuldigung“). Sehr angenehm, aber mir wurde auch klar, dass ich schon einige Seiten der Shanghaier im Verhalten übernommen hatte, und mich zurückhalten musste, um nicht in die Bahn zu stürzen und mir einen Platz zu erkämpfen. Bei hohen Stoßzeiten in der Shanghaier U Bahn fahre ich noch zusätzlich meine Ellbogen raus, um mich dann in die sich stoßende Menge hineinzuwerfen und hinauszukämpfen. In der Tokioter U Bahn rempelte ich dauernd andere Leute an und erhielt dafür einen strafenden Blick. Nach dem 2. Tag lief es schon besser und wenn wir die Straßen überquerten, gingen wir auch schon weniger vorsichtig als in Shanghai (wo es unmöglich ist, vorher zu bestimmen von woher noch Fahrzeuge kommen könnten) über die Straße.
Dieses „Sich an die Regeln halten“ schien mir fast noch stärker als es in Deutschland der Fall war. Handys wurden zwar ständig benutzt, aber nur in ganz seltenem Falle zum Telefonieren. Meistens surften die Leute im Internet, spielten oder schrieben E-Mails.
Morgens war es daher relativ ruhig in der U Bahn (viele schliefen auch). Abends sah man schon, dass viele, aufgelockert durch das Trinken sich nicht ganz so ordnungsgemäß verhielten. Wurde die Bahn voll, sie wollten aber noch mit rein, ließen sie sich mehr oder weniger sanft in die Masse fallen. Fasziniert war, dass sogar gegen 21 Uhr und noch später die U Bahn ziemlich voll war, da viele erst spät die Arbeit beendeten.
Was uns noch auffiel, besser gesagt Thomas mehr: Es gab nur bestimmte Stellen, an denen man rauchen durfte. In der Innenstadt war es sogar z.Teil ganz verboten zu rauchen. Viele nahmen sogar, nachdem sie geraucht hatten, ihre Kippen mit und warfen sie in die dafür bestimmten Behälter. Und wie immer in Japan gab es dafür viele Schilder, Verweise und Zeichen. Alles ist immer sehr genau beschrieben. Manchmal gibt es so viele Hinweise, dass man sie fast übersieht, sogar auf dem Boden (wo ich normalerweise nicht so oft hinschaue). Faszinierend ist die Detailfreudigkeit darin: Oft wird bei einer Wegbeschreibung nicht nur der Weg genaustens beschrieben, es gibt meistens noch die Angabe der Zeit und der Entfernung- oft unterlegt mit kleinen Bildern.
Zu der Detailfreudigkeit kommt noch das praktische Denken: Tokyo Hands ist ein Kaufhaus, in dem ich mich hätte stundenlang aufhalten können: Sachen, die dazu dienen, das Leben einfacher zu machen: Ein aufblasbarer Gebissbehälter für unterwegs, ein Wäscheseilrad mit Klammern, zusammensteckbare Stäbchen für unterwegs … Bei manchen Sachen wusste ich nicht mal, dass man sich darum Gedanken machen könnte. Auch in der Schreibwarenabteilung hielten wir uns mindestens eine Stunde auf und kauften einen Bildschirmwischer in Form eines Stofftieres. Da findet man auch USB Stick Behälter in Form einer Micky Maus und sogar die Schreibklammern sehen zu schön aus, um sie zu benutzen.
Schwer hat mich auch beeindruckt, dass es vor den Kassen eine Ablage gibt, wo man die Tasche hinstellen kann und nach seinem Geld suchen kann. Unterwegs ist mir auch aufgefallen, dass es bei der Bahn Wagen mit weniger stärkeren Klimaanlage gibt und stärkere. Außerdem gibt es anscheinend so viele Grabscher in den Stoßzeiten, so dass es Wagen nur für Frauen gibt (nur in den Stoßzeiten) – barbiepink eingezeichnet.
Auch die Höflichkeit wirkte auf uns ganz entspannend. Obwohl es mich wahrscheinlich nach einiger Zeit nerven würde, besonders im Kundenservicebereich.
Im Supermarkt: Thomas stand an der Kasse und bezahlte. Nachher fragte er unsere japanischen Freunde etwas irritiert, was die Kassiererin denn die ganze Zeit gesagt hätte. Sie hätte soviel „gelabert“. Das wüsste unsere Freundin auch nicht so genau, sie würde schon gar nicht mehr hinhören. Es stellte sich heraus, dass die Kassiererin alle gekauften Items aufzählte plus Preis plus wie immer ein Danke schön. Mir taten die Leute, die in den Geschäften und Restaurants arbeiteten, leid. Den ganzen Tag, am laufenden Band etwas zu sagen. Mir drängte sich die Frage auf, ob nicht viele Leute in Japan an Stimmbänderrisse oder ähnliche Krankheiten bekamen. An einer Seilbahn beobachtete ich fasziniert die Leute, die beim Einsteigen halfen und innerhalb von Sekunden die Daten der Seilbahn herunterrasselten, freundlich lächelten und einen Abschiedsgruß hinterher schickten.
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Comment
Ein sehr schöner Bericht und lustige Fotos > Der Metroplan ist wirklich ein Highlight, hat mehr von abstrakter Malererei als von einer wirklichen Orientierungshilfe:) Haben die Pfannkuchen eigentlich geschmeckt? (Gericht von Liste gestrichen = positiv oder negativ?)