The Outback

by Barbaradownunder June. 16, 2009 179 views

- Lustiges Schattenspiel der Wolken -

Am Dienstag, 16.6., sind wir dann um 11:20 von Cairns nach Alice Springs geflogen, wo wir um 1:30 pm ankamen. Der Flug dahin war sehr interessant, weil wir genau übers Outback geflogen sind. Diese weite und rote Landschaft ist total beeindruckend.

Blick auf Alice Springs

Wikipedia: “Alice Springs ist die einzige größere Stadt im geographischen Zentrum Australiens und in dieser Eigenschaft das infrastrukturelle Tor zum australischen Outback, etwa 1.500 Kilometer von allen anderen großen Städten entfernt. Sie befindet sich im Northern Territory und hat etwa 28.000 Einwohner.”

Am Airport AS..danke für die nette Begrüßung ;)

Nur 14.102 km nach Berlin..Na das geht ja noch!

Also für angeblich um die 28 000 Einwohner wirkt das ganze Zentrum doch eher wie ein kleines, verschlafenes Kaff

Alice Springs spiegelt leider auch nur das Bild der Aborigines wider, was man schon aus den Großstädten kennt: vom Alkohol zerstörte Persönlichkeiten, die einen meistens eher Angst einjagen. Es heißt auch, man solle nachts lieber nicht in Alice alleine rumlaufen. Natürlich kann man das nicht auf alle beziehen. Aber was man als Tourist sieht, sind eben meistens diese “Halbaborigines”, die in der Zivilisation aufgewachsen sind, aber mit dem Leben nicht wirklich zurecht kommen.
Ich hätte zu gerne mal “echte” Aborigines von nem einheimischen Stamm getroffen, über die ich auch so viel gelesen habe. Aber ich denke, die werden sich heutzutage auch lieber von allen Touris fernhalten.
Dennoch scheint die Zusammenarbeit zwischen dem Gouvernment und den Aborigines relativ gut zu laufen, zumind hier im “Red Centre”, dem Outback rund um Alice Springs.

Immerhin nen Coles (Supermarkt) ham sie auch..sogar mit ner coolen Wandbemalung

Eine Nacht haben wir dann in dem Hostel “Annie's Place” verbracht, wo uns eig. das erste Mal der ernste Gedanke in den Kopf kam, Bed Bugs kriegen zu können.
Den 6er Dorm haben wir dann auch gleich mit Leuten geteilt, mit denen es am nächsten Morgen sehr früh auf die 3 tägige Tour gehen sollte (3 Engländer und nem Schweizer).

Gegen halb 6 mussten wir dann auch am Mittwochmorgen raus, auschecken, frühstücken und um 6 am war Treffpunkt mit Dale, unserem Guide für die Tour. Nachdem das Gepäck im Hänger verstaut war und wir die wichtigsten Infos von ihm bekommen hatten, gings dann auf eine etwa 5 stündige Fahrt Richtung Uluru (oder auch Ayers Rock).
Also wir den Berg (s. Bild) gesehen haben, dachten wir alle schon “oh isser das schon?”. Aber das war dann “nur” Mount Connor. Nach diesem Stop hats nochmal 2 h bist zum eig. Ziel gedauert.

For Blokes or Shiela's ? Shiela's!

Hab mich bisschen gewundert, normalerweise hab ich es immer nur in der Schreibweise mit “She” gesehen. Würde auch mehr Sinn geben.
Der Begriff “Bloke” bedeutet jedenfalls “Kerl” und Sheila “Frau”.

un noch ein Stopp: Auf zum Holzsammeln fürs Bonfire

A long road through the Outback

- vor dem Uluru -

Gegen 1 pm ham wir dann unser Ziel erreicht: erstmal nur der Outlook aufn Uluru. Da haben wir dann auch unser Lunch, Sandwich und Müsliriegel, zu uns genommen.

Wikipedia: Der Uluṟu ist etwa 3,0 km lang, bis zu 2,0 km breit und hat einen Umfang von rund 10 km. Der Gipfel befindet sich auf einer absoluten Höhe von 869 m und hebt sich damit rund 350 m von der Dünenlandschaft Zentralaustraliens ab.

Der Uluṟu liegt im Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark nahe dem Ort Yulara, ca. 340 km (Luftlinie) bzw. 450 km (PKW) südwestlich von Alice Springs im Northern Territory von Australien. Der 1336 km² große Nationalpark, in dem neben dem Uluṟu auch die benachbarten Kata Tjuṯa (die Olgas) liegen, gehört zum UNESCO-Weltnatur- und Weltkulturerbe.

Nach weiteren 15 Minuten warn wir dann endlich direkt vor dem Riesenteil. Un es wirkt wirklich viiel größer als man denkt.

Dort haben wir dann erst ne guided tour vom Dale bekommen, wo er uns paar Infos zum Berg, der Geschichte, Pflanzen usw gegeben hat. Danach war es jedem selbst überlassen, ob man den Berg hinaufklettern oder drum herum gehen wollte. Man muss dazu sagen, dass die Aborigines nicht wollen, dass man hochklettert. Zuviele Menschen sind dabei schon umgekommen oder haben sich verletzt, un solche Vorfälle “entheiligen” den Berg, den sie auch besteigen, wenn ein Familien-/Stammesmitglied gestorben ist.
Deshalb steht auch ein Schild direkt vor dem Aufstieg, das dazu aufruft, nicht hochzuklettern.

Eine Höhle im Berg, in die man leider nicht mehr hinein darf.

Überall verlaufen immer mal so schwarze Spuren. Das sind Rückstände von Wasserfällen, die bei Regenfällen entstehen

Höhlenmalerei der Aborigines

Dale an ner Gesteinsformation, die doch sehr an den Wave Rock in Westaustralien erinnert

Sabrina und ich haben erst lange überlegt, ob wir nicht doch hochklettern wollen. Letztlich sindwir dem Wunsch der Aborigines nachgekommen und haben den Walk um den Berg gemacht. Der hat sage und schreibe 2 h gedauert und wir haben uns schon beeilt, weil wir um 5 wieder am Bus sein mussten. Unfassbar wie riesig der Berg ist.

Eine der 4 Notfallhütten - Die denken auch an alles..naja im Sommer kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass einige Leute umkippen. Schatten hat man bei dem Walk kein Stück.

So sieht's drumherum aus. Hatte es mir viel trockener vorgestellt und nicht gedacht, dass dort so viele Pflanzen wachsen.

Da gehts hoch. Sehr steil und nicht wirklich abgesichert. Nur ein Seil bietet Sicherheit.

Heute hab ich auch wieder im Internet gelesen, dass man den Aufstieg verbieten lassen will. Wer weiß, ob und wann das der Fall sein wird.

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