Harz von oben nach unten - Goslar

by Martinundjule July. 02, 2012 1989 views

Das Zeitliche verachten …

… fällt schwer in einer Stadt mit so vielen alten Gebäuden wie Goslar.

Die evangelische Marktkirche und davor und drumherum jede Menge Fachwerk.

Hier ist mal etwas nicht Fachwerk (bis auf das Dach der Außentreppe) - das spätgotische Rathaus, von dem leider nicht viel zu sehen war. Das Rathaus ist auch heute noch Sitz des Bürgermeisters.

Gegenüber der romanische! Marktbrunnen mit einer Kopie des Reichsadlers. Goslar war von 1290 bis 1803 freie Reichstadt, bis Mitte des 13. Jahrhunderts kaiserliche Residenzstadt und trägt auch in seinem Wappen den Reichsadler. Weniger bekannt ist wohl, dass Goslar für eine lange Zeit auch dem Hansebund angehörte.

Goslar ist relativ klein und schnell sieht alles gleich aus. Gassen mit Fachwerk und irgendwo darüber die Türme der Marktkirche.

Neben dem Fachwerk ist Schiefer hier ganz groß, nicht zuletzt aufgrund der Schiefervorkommen im Oberharz ganz in der Nähe der Stadt.

Ganze Häuser im Schiefergewand. Hier stehe ich übrigens auf dem Hügel der Kaiserpfalz, in der ich viel zu viel Zeit mit einer Führung verbracht habe, von der ich annahm, sie sei die einzige Möglichkeit die Pfalz komplett zu besichtigen. War nicht so. Die Führung bestand aus Erklärungen zu den reichstrunkenen, nationalistisch-selbstherrlichen Wandgemälden im Sommersaal, dem oberen der beiden großen Säle des Kaiserhauses. Die Ausmaße des Gebäudes sind das eigentlich Beeindruckende, immerhin ist die Pfalz fast 1000 Jahre alt und kein Sakralbau.

Ein Vormittag Goslar musste reichen, das berühmte Bergwerk Rammelsberg, wie die Pfalz UNESCO-Weltkulturerbe, hab ich ausgelassen. Schließlich standen nur dieser und der folgende Tag für eine Wanderung über den Harz von Norden nach Süden zur Verfügung. Das macht hier im Westharz etwa 55 Kilometer und einen maximalen Höhenunterschied von 670 Metern aus: Goslar liegt auf bereits auf 255 Metern, der Bruchberg (dritthöchster Berg im Harz) ist 927 Meter hoch.

Los geht's, durchs Okertal mit seinen Klippen, zur Wolfswarte auf dem Bruchberg, entlang des Clausthaler Flutgrabens durchs Hochmoor und über den langen Rücken des Ackers bis nach Herzberg und mit dem Zug ganz am Ende noch nach Göttingen.

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Zajä…C 8 years, 5 months ago

Very interesting place, thaks for sharing =)

8 years, 5 months ago Edited
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