Salzwasser und Granit

by Martinundjule June. 09, 2013 3052 views

Ebbe am Strand von Ardmore in Südconnemara. Es ist erst Anfang Juni, aber mit weit über 20 Grad kann man an diesen Tagen sogar schon baden gehen.

Und dank Ebbe gibt es sogar einen Strand hinter den Granitfelsen.

Die Algen auf den Felsen leiden an extremer Chlorophyllarmut. So viel Sonne und so wenig Regen sind die gar nicht gewöhnt.

Da haben die weiter draußen im Wasser lebenden Artgenossen es sichtlich besser.

Unterwassergärten.

Die Flut ist dann so schnell reingekommen, dass wir uns richtig beeilen mussten. Die drei Bilder sind innerhalb von wenigen Sekunden aufgenommen.

Zum Glück gibt es in der Nähe einen Berg mit dem mysteriösen Namen Cnoc Mordain (wörtlich wohl der Berg des Zauberers), auf den wir uns vor der Sintflut flüchten können.

Also rauf da! Neil und Simone in Action…

Zauberblumen auf dem Weg, die wir natürlich nicht angerührt haben. Es handelt sich um eine Orchidee namens Geflecktes Knabenkraut, wobei dieses Knabenkraut (auf Griechisch orchis) der gesamten Pflanzenfamilie den Namen gegeben hat. Wir sind also quasi auf die Proto-Orchidee gestoßen. Und wer sich jetzt fragt, was orchis eigentlich bedeutet: schlichtweg “Hoden”, denn danach sehen die zwei Wurzelknollen aus, die alle Orchideen als Merkmal gemeinsam haben.

Heil und trocken (dank vieler regenloser Tage) sind wir oben angekommen:)

Und ein fetter Blick zu den 12 Bens + Maumturks ist eine gute Belohnung für die kleine Anstrengung!

:)

Aber ist das hier wirklich der Gipfel? Hmmm…

… Nein, ist er nicht. Ein guter Grund, sich noch ein paar Meter zu bewegen und sich umso mehr zu freuen:)

Der Rückweg sieht gut aus von oben. In der Fischaugenperspektive genauso wie …

… als Panorama.

Und er fühlt sich auch gut an, eine nette Mischung aus großen Granitblöcken und mit Gras bewachsenem aber relativ trockenem Torf.

Geschafft!

Und von weitem glaubt man wieder nicht, dass man da überhaupt hoch kommt.

Auf dem Heimweg noch eine schöne Perspektive auf den Cnoc Mordain. Das Wasser dazwischen sind keine Seen sondern verästelte Meeresbuchten. Südconnemara besteht aus unzähligen Inseln und Halbinseln.

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