Clare Island von unten nach oben

by Martinundjule July. 09, 2013 1905 views

Ein Tag ohne Wind, ohne Regen, fast ohne Wolken. Wo sind wir denn??? Der Wecker klingelt um 6, nicht gehört, verschlafen und erst um 7 aufgestanden, die Fähre in Roonagh um 9.30 trotzdem noch erwischt, denn wir sind bei so leeren und trockenen Straßen fast dorthin geflogen mit unserem guten alten Volvo:) Und da sind wir und sehen den Fährmännern bei der Arbeit zu…

Und ab geht der Dampfer!

Clare Island backbord voraus!

Die Tür zur Fährbrücke: Links innen, rechts außen:)

Der Hafen von Clare Island. Der Kubus rechts war das Schloss der Piratenkönigin Grace O'Malley, die 1530 hier auf Clare Island geboren wurde. Erstaunlicherweise konnte sie ihren Einfluss an der irischen Westküste gegenüber Elisabeth I. erfolgreich durchsetzen und wurde so zu einer irischen Legende.

Der Strand gleich neben dem Hafen bietet neben Sand und Wasser auch Kadaver kleiner Katzenhaie (auf englisch dogfish), Taschenkrebse und Hummer.

Schade, dass das Boot hier keine Räder hat. Also auf zum Fahrradverleih. Mit den neu aussehenden aber unglaublich schlecht gewarteteten Rädern (wir mussten 3x zurück zum Verleih, weil irgendwas nicht stimmte) fahren wir vom Hafen zum Knockmore (461m). Da Clare Island mitten in der Clew Bay liegt, müssen die Ausblicke genial sein, so meine Vermutung. Jetzt nur noch Max und Simone davon überzeugen:)

Unterwegs packt Max seinen Schlittenhund Luzi aus und lässt sich den Berg hochziehen;)

Nein, natürlich nicht, hier ist alles eigene harte Beinarbeit. Und weil das Fahrradfahren sowieso schon so anstrengend ist bei gefühlten 100Grad in der Sonne (Schatten gab es so nicht, da keine Gebäude oder Bäume), kann man ja auch gleich den Berg hochlaufen, richtig?

Richtig!

Eine letzte Lagebesprechung und hoch geht's…

Diesmal packt Max seinen Multifunktionsschirm Lutz aus und hat damit einen eindeutigen Schattenvorteil, den er allerdings, auch ohne dass wir Druck ausüben, mit uns teilen wird. Danke!

Es wurde definitiv fotografiert auf dieser Wanderung. Zum Glück, denn sonst gäb es ja diesen Blogeintrag auch gar nicht.

Was für eine schöne Aussicht …

Tada!

Ganz am Ende der Klippen ein Leuchtturm, zu dem kommen wir später noch.

Nun erstmal weiter, vielleicht gibt es ja ganz oben doch einen Hauch von Wind. Schließlich sind wir dann fast 500m hoch über dem Antlantik.

Die Schafe wissen es besser und okupieren die letzten Schattenflecken auf dem Gipfel. Ich könnte sie wegjagen, aber nein, besser jede unnötige Bewegung vermeiden!

Das Gipfelkreuz oder besser der Gipfelbetonklotz ist erreicht. Wind gibt es trotzdem keinen. Dafür einen 360°-Blick mit dem Croagh Patrick im Südosten. Den musste ich allerdings allein genießen bzw. schwitzend ertragen, da Max und Simone irgendwann in Gehstreik getreten sind und sich so die letzten 5min Anstieg zum Klotz gespart (und auch nix verpasst) haben.

Croagh Patrick mit Telezoom. Wer erkennt die Kapelle auf dem Gipfel?

Liebes Wolkenband am Horizont dort hinten, bitte fliege schnell zu uns nach Clare Island und bring Schatten …

Im Norden von Clare Island liegt die größte Satelliteninsel Irlands: Achill Island. Hier zu sehen die Westspitze mit dem Achill Head und den Croaghaun-Seeklippen (die höchsten Irlands).

Da sitzen sie - im Schatten! Ich will auch!

Genau:)

Eine fliegende Eisdiele auf dem Weg zu uns?

Bilder meiner Person beim Wandern sind auf diesem Blog so spärlich gesät, dass jetzt gleich mal 4 am Stück hier raufgesetzt werden dürfen.

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