Inselurlaub 2 - Achill Island

by Martinundjule March. 24, 2014 3519 views

Ein letzter Ausflug mit dem Mietauto brachte uns dann nach Achill Island. Zur ersten Orientierung sind wir der kleinen Straße hoch zum Minaun Hill gefolgt, die vor genau diesem Mast auf über 400 Metern endet.

Tata, fast die ganze Insel liegt da vor uns, mit dem langgezogenen Keel Beach sowie den beiden höchsten Erhebungen Croaghaun (links) und Slievemore (rechts).

Westlich vom Croaghaun (mit 688m die höchsten Seeklippen Irlands) spitzen sich kleinere Klippen zum Achill Head [photoblog.com] ganz im Westen der Insel zu.

Am Fuße des Slievemore bröckelt seit über 150 Jahren das Deserted Village vor sich hin, ein verlassenes Dorf, das eher an Inkaruinen erinnert. Beschrieben wurde es schon im Irischen Tagebuch von Heinrich Böll. Der Berg im Hintergrund rechts, auf den man vom Dorf aus schaut, ist übrigens der Minaun Hill mit dem Sendemast.

Ein langezogenes Dorf an einer noch gerade so erkennbaren Verbindungsstraße …

… die tückischerweise teilweise aus Morast besteht. Jennifer und Jeannine beim - hier noch erfolgreichen - Versuch, keine nassen Füße zu bekommen.

Das Geröll am Hang des Slievemore sieht aus wie hingeschrieben. Auch das nährt den Südamerikavergleich (Nazca). Man stelle sich die Schafe jetzt noch als Lamas vor.

Das total abgewrackte Amethyst Hotel in Keel. Tolle Fotos vom Innenleben dieses traurigen Ortes gibt es hier [derelictireland.blogspot.de]. Genau gegenüber ein für die Gegend riesiges Fundament, vielleicht mal für den Nachfolger des Amethyst gedacht gewesen, jetzt aber genauso stillgelegt und tot.

Mal reinschauen, steht ja alles offen hier.

Diese Nummern überall - Ein Tatort?

Nach einem Kaffee to drive haben wir dann noch die letzte Pseudoregenwolke abgewartet und sind vom Parkplatz überhalb des Keem Beach losgestiefelt. Die Mädels sind auf den Moyteoge Head (ganz rechts im Bild) gewandert und haben dabei schließlich doch nasse Füße bekommen. Mich hat es auf den Croaghaun gegenüber gezogen. Auf dem Weg hinauf wurde ich zum Zeugen einer doppelten Schafsgeburt.

Die Zwillinge waren so zittrig auf den Beinen, dass sie der Schäfer schließlich den Berg runtertragen musste.

Der Anstieg von der Westseite des Croaghaun ist schon verdammt steil. Dafür ist man relativ schnell oben.

Achill Head.

Saddle Head ganz links im Bild ist der allgegenwärtige nördliche Ausläufer des Achillschen Klippenmeile.

Für ein richtiges Klippengefühl ist das hier fast schon wieder zu hoch, aber irgendwie auch nicht steil genug. Unter anderem deswegen sind die Cliffs of Moher wohl viel berühmter, denn dort wirken die senkrecht abfallenden Klippen ja wirklich wie mit dem Messer abgeschnitten.

Croaghaun sieht eher aus wie ein Berg ganz dicht am Meer.

Hier wird es dann doch noch etwas steiler.

Dieser eigentlich gar nicht mal so kleine See zwischen Croaghaun und Saddle Head wirkt von hier oben wie ein Meerwasserpool, der regelmäßig von den Atlantikwellen aufgefüllt wird.

Der Accorymore im Osten des Croaghaun sieht das schon eher wie ein richtiger See aus. Insgesamt eine tolle Wanderroute. Wiedermal geht mein Dank an David Herman. Mittlerweile habe ich etwas die Hälfte der Tagestouren ausprobiert, die er in seinem Klassiker “HIll Walkers Atlantic Ireland” beschreibt. Allesamt lohnenswert!
Wir sind dann durchs Doo Valley und Connemara zurück nach Galway gefahren. Abends bin ich dann mit Max ins Kino. “Grand Budapest Hotel” war der perfekte Abschluss für einen tollen Tag!

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