Vorfrühlingswandern im Harz

by Martinundjule March. 21, 2015 4630 views

Zum ersten Mal war ich mit dem Uniwanderclub Berlin [uniwanderclub.jimdo.com] unterwegs, und zwar im Ostharz. Von Thale aus sind wir zum Hexentanz hochgewandert (Aussichtsplattform auf diesem und den folgenden Fotos) und dann abwechselnd an und über der Bode nach Treseburg und zurück.

Thale am Eingang zur steilen Bodeschlucht.

Blick in die Bodeschlucht hinein, die zu dieser Jahreszeit noch vom Grau des Granitgesteins und dem Braun der alten Blätter dominiert ist. Im Sommer muss es hier wunderbar grün sein.

Etwas später waren wir dann schon wieder unten bei dem Gasthaus mit den roten Dachziegeln. Direkt dahinter erhebt sich die Rosstrappe. Von dort geht es 200 Meter steil bis zur Bode runter, wirklich beeindruckend und in dieser Schroffheit auch ziemlich einmalig für den Harz.

Aussichtspalttform auf der Rosstrappe. Dort gibt es eine Vertiefung im Stein zu sehen, die wie der Abdruck eines Pferdehufes aussieht. Dazu gibt's eine (germanische?) Legende, irgendwas mit einer Prinzessin auf der Flucht.

Unsere mit 8 Leuten überschaubare Gruppe hatte die schwere Tour vor sich (es gab noch zwei andere Touren mit mehr Teilnehmern). Der eigentliche Plan umfasste fast 1000 Höhenmeter inkl. Rosstrappe. Allerdings waren einige Wege wegen Felsstürzen gesperrt, u.a. der “Schurre” genannte Serpentinenweg auf die Rosstrappe hoch, so dass wir den berühmten Felsen ausgelassen haben. Hat trotzdem gelangt:) Auf der Zugfahrt zurück bin ich mit Kopfhörern im Ohr eingeschlafen.

Vom Hexentanzplatz sind es 240 Höhenmeter im Zickzack runter zur Bode. Bis Treseburg sind wir hauptsächlich unten im Tal entlang des Flusses gewandert.

Dieser Felsbrocken sieht wie eine alte Opferstätte aus, oder eine gute Sitzgelegenheit;) Viel Zeit zum Sitzen hatten wir allerdings nicht, das Tempo war beachtlich.

Die Rosstrappe sieht von dieser Seite genauso krass aus.

Von Treseburg aus ging es hoch oben wieder zurück nach Thale.

Blick in den Harz hinein. Den Brocken konnten wir auch sehen (ihr aber nicht, ist nicht auf dem Foto;), noch mit kleinen Schneefeldern garniert.

Meine Wanderkollegen, allesamt sehr nett und gesprächig. Schnacken und Fotosmachen, ich war fast die ganze Zeit in der Nachhut. Das Wandertempo war insgesamt straight forward aber noch angenehm. Zusammen mit wenigen kurzen Pausen haben wir so aber viel gesehen.

Da unten am Fluss sind wir noch ein paar Stunden vorher entlanggelaufen.

Und wieder Thale. Diesmal ist die Rosstrappe auf der linken Seite, auf dem Berg hinten rechts befindet sich der Hexentanzplatz.

Wir sind runter ins Tal und dann war es geschafft. Eine schöne Rundwanderung, die auch ordentlich in die Knochen geht. Und das so nah an Berlin dran!

  Be the first to like this post
Join the conversation
0
Be the first one to comment on this post!
Up
Copyright @Photoblog.com